Die Website ist weg, die E-Mails kommen nicht an, und beim Hoster ist die Leitung besetzt. Ein Hosting-Ausfall trifft dich, obwohl an deiner Website nichts kaputt ist. Das macht ihn so unangenehm: Du kannst selbst wenig reparieren, musst aber trotzdem schnell entscheiden, ob du abwartest oder handelst. Dieser Ratgeber zeigt, wie du einen Ausfall beim Hoster erkennst, was du in den ersten Stunden tun kannst, was er für Google bedeutet und wie du vorsorgst, damit der nächste Ausfall dich weniger hart trifft.
Ist es wirklich der Hoster?
Nicht jede nicht erreichbare Website ist ein Hosting-Ausfall. Bevor du handelst, grenze die Ursache ein:

- Statusseite des Hosters aufrufen. Die meisten Anbieter melden Störungen dort und in ihren Kanälen in sozialen Netzwerken.
- Prüfen, ob auch andere Dienste beim selben Hoster betroffen sind, etwa E-Mail, Verwaltungsoberfläche oder weitere Websites.
- Die Website über ein anderes Netz aufrufen, etwa mit dem Smartphone im Mobilfunk.
- Auf die Fehlermeldung achten. "Server nicht gefunden" deutet eher auf DNS oder Domain hin, eine Zeitüberschreitung oder ein Fehler 502, 503 oder 504 eher auf den Server oder das Netz des Hosters.
- Überlegen, ob du selbst kurz vorher etwas geändert hast, etwa ein Update, einen Umzug oder eine neue Einstellung.
Zeigt die Website einen Fehler 500, liegt die Ursache meist in der Anwendung selbst und nicht beim Hoster. Dann hilft die Seite Fehler 500 auf der Website. Meldet der Browser, dass die Domain nicht gefunden wird, ist DNS-Probleme der richtige Einstieg.
Die ersten Stunden
Ist klar, dass der Hoster gestört ist, hängt das Vorgehen von der Dauer ab. Bei einem kurzen Ausfall, den der Hoster bereits bearbeitet, ist Abwarten oft die beste Entscheidung. Ein überstürzter Umzug kostet mehr Zeit, als die Störung dauert. Nutze die Zeit für drei Dinge:
- Dokumentieren: Beginn der Störung, Meldungen des Hosters, Bildschirmfotos, Kontaktversuche. Das brauchst du, falls du später Ansprüche aus dem Vertrag prüfen willst.
- Kunden informieren: über soziale Netzwerke, eine Telefonansage oder eine andere Kontaktmöglichkeit, die nicht beim selben Hoster liegt.
- Vorbereiten: Wo ist das letzte eigene Backup? Kommst du an die Domainverwaltung? Gibt es einen zweiten Anbieter, bei dem die Website im Notfall laufen könnte?
Das BSI rät für IT-Notfälle generell, Ansprechpartner und ihre Erreichbarkeit zu kennen, wichtige Informationen sofort weiterzugeben und Gegenmaßnahmen nur nach Absprache zu ergreifen [1]. Für einen Hosting-Ausfall heißt das: Eine Person entscheidet, alle anderen melden ihr, was sie beobachten.
Notfall? Ruf an.
Die Hotline 0800 188 7 100 ist rund um die Uhr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
Wenn der Ausfall länger dauert
Dauert die Störung viele Stunden oder ist unklar, wann der Hoster sie behebt, kann ein vorübergehender Umzug sinnvoll sein. Dafür brauchst du drei Dinge, die nicht beim ausgefallenen Hoster liegen: ein aktuelles Backup der Website mit Dateien und Datenbank, einen Server bei einem anderen Anbieter und den Zugang zur Verwaltung der Domain, um die DNS-Einträge umzustellen.

Genau hier zeigt sich, warum eigene Backups so wichtig sind. Viele Hoster legen zwar Schnappschüsse an, die Joomla-Dokumentation rät aber davon ab, sich bei der Wiederherstellung darauf zu verlassen [2]. Bei einem Ausfall des Hosters kommst du an diese Schnappschüsse ohnehin nicht heran. Das BSI empfiehlt, Sicherungen räumlich getrennt vom gesicherten System aufzubewahren [3]. Für Websites heißt das: eine Kopie außerhalb des Hosters.
Beim Umstellen der DNS-Einträge bestimmt die TTL, wie schnell die neue Adresse bei allen Besuchern ankommt. Sie legt fest, wie lange ein Eintrag zwischengespeichert werden darf, bevor neu nachgefragt wird [4]. Ist sie hoch eingestellt, sehen manche Besucher noch lange die alte, ausgefallene Adresse. Liegt auch der DNS-Dienst beim ausgefallenen Hoster, lässt sich gar nichts umstellen, solange dort niemand erreichbar ist.
Nach dem Ausfall
Ist der Hoster wieder erreichbar, lohnt ein gründlicher Blick, bevor der Alltag weitergeht. Prüfe, ob die Website vollständig läuft, also Formulare, Kasse, Anmeldung und Mailversand. Kontrolliere, ob in der Zeit des Ausfalls Bestellungen oder Anfragen verloren gegangen sind, und frag beim Hoster nach der Ursache und den Maßnahmen gegen eine Wiederholung. Bist du vorübergehend umgezogen, entscheide bewusst, ob du zurückkehrst oder beim neuen Anbieter bleibst, und gleiche vor einer Rückkehr die Daten ab, die in der Zwischenzeit entstanden sind.
Was ein Ausfall für Google bedeutet
Ein Ausfall von einigen Stunden bleibt in der Regel ohne bleibende Folgen. Länger andauernde Serverfehler wirken sich aber aus: Bei Fehlern mit 5xx-Codes crawlt Google eine Website vorübergehend langsamer. Bereits indexierte Adressen bleiben zunächst im Index, werden bei dauerhaften Fehlern aber schließlich entfernt [5]. Kann man eine Wartungsseite ausliefern, ist der Statuscode 503 die richtige Wahl. Er steht für eine vorübergehende Überlastung oder Wartung, und mit Retry-After kann der Server angeben, wann es sich lohnt, es erneut zu versuchen [6].
Google rät grundsätzlich davon ab, eine Website komplett vom Netz zu nehmen. Muss es sein, soll für einen bis zwei Tage der Statuscode 503 statt der Inhalte ausgeliefert werden. Die robots.txt darf dabei keinen 503 liefern, weil sonst das gesamte Crawling blockiert wird [7]. Bei einem längeren Ausfall empfiehlt Google eine indexierbare Startseite mit Statuscode 200, die als vorläufige Seite dient [7]. Hat die Website nach einem Ausfall Rankings verloren, hilft die Seite Ranking-Verlust.
Vorsorge für den nächsten Ausfall
- Eigene Backups außerhalb des Hosters, automatisch und regelmäßig getestet.
- Domain und DNS nicht zwingend beim selben Anbieter wie das Hosting, damit du im Notfall umstellen kannst.
- Eine TTL, die einen schnellen Wechsel erlaubt, zumindest für die wichtigsten Einträge.
- Eine Überwachung von außen, die meldet, wann die Website nicht erreichbar ist. So weißt du genau, wie lange ein Ausfall gedauert hat.
- Eine Kontaktmöglichkeit für Kunden, die nicht beim Hoster liegt.
- Den Vertrag mit dem Hoster kennen: Welche Verfügbarkeit ist zugesagt, wie wird sie gemessen, und was gilt bei Ausfällen?
Wer häufiger mit Ausfällen zu kämpfen hat, sollte über einen Wechsel nachdenken. Worauf es bei Anforderungen und Tarifen ankommt, beschreiben die Fachportale für WordPress Hosting im Vergleich und für Joomla Hosting im Vergleich. Die Grundbegriffe erklärt das Glossar unter Hosting.

Wie der Notdienst hilft
Wir grenzen ein, ob wirklich der Hoster ausgefallen ist, sprechen auf Wunsch mit dem Hoster, sichern, was noch erreichbar ist, und bringen die Website bei Bedarf vorübergehend auf einem anderen Server ans Netz. Danach helfen wir, die Vorsorge so aufzustellen, dass der nächste Ausfall weniger wehtut. Wie ein Einsatz abläuft, steht unter Ablauf eines Notdienst-Einsatzes, die Kosten unter Notdienst Preise.
Ist deine Website gerade wegen eines Hosting-Ausfalls offline? Ruf jetzt an unter 0800 188 7 100, rund um die Uhr. Wir klären mit dir, ob Abwarten oder Umziehen der bessere Weg ist.
- Behörde IT-Notfallkarte "Verhalten bei IT-Notfällen". Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Backup. Joomla User Guide. Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
- Behörde Datensicherung: wie geht das?. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
- Gesetz RFC 1035: Domain Names, Implementation and Specification. IETF, P. Mockapetris. Stand 11.1987. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Auswirkungen von HTTP-Statuscodes auf die Crawler von Google. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 30.10.2026
- Gesetz RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.6.4 503 Service Unavailable. IETF. Stand 06.2022. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Website vorübergehend pausieren oder Website deaktivieren. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Hoster ausgefallen ist?
Prüfe die Statusseite des Hosters und ob auch andere Dienste wie E-Mail oder die Verwaltungsoberfläche betroffen sind. Rufe die Website außerdem über ein anderes Netz auf.
Soll ich bei einem Ausfall sofort umziehen?
Bei einem kurzen Ausfall, den der Hoster schon bearbeitet, meist nicht. Ein überstürzter Umzug dauert oft länger als die Störung. Bei langen oder unklaren Ausfällen kann ein vorübergehender Umzug mit eigenem Backup sinnvoll sein.
Schadet ein Hosting-Ausfall meinen Google-Rankings?
Ein kurzer Ausfall in der Regel nicht dauerhaft. Bei anhaltenden Serverfehlern crawlt Google langsamer und entfernt Adressen mit dauerhaften Fehlern schließlich aus dem Index.
Reichen die Backups meines Hosters?
Nicht als einzige Sicherung. Fällt der Hoster aus, kommst du an seine Backups nicht heran. Eine eigene Kopie außerhalb des Hosters ist deshalb wichtig.
Welchen Statuscode soll eine Wartungsseite liefern?
Den Statuscode 503, möglichst mit Angabe, wann es sich lohnt, es erneut zu versuchen. Die robots.txt sollte dabei nicht mit 503 antworten.
Notfall? Ruf an.
Die Hotline 0800 188 7 100 ist rund um die Uhr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.



